Stellungnahme des Vorstandes des Wiener Tischtennis-Verbandes

Der Vorstand des Wiener Tischtennis-Verbandes hält in diesem Zusammenhang Folgendes fest:

·         Für den Vorstand des WTTV sind der bisherige Umgang des ÖTTV-Vorstandes mit der Verdachtslage sowie die dazu abgegeben medialen Stellungnahmen des ÖTTV-Präsidenten nicht in allen Punkten nachvollziehbar. Der WTTV-Vorstand hat daher eine schriftliche Anfrage mit mehreren Fragen zu dieser Angelegenheit an den ÖTTV-Vorstand übermittelt und um entsprechende Stellungnahme ersucht.

·         Weder der Nachwuchsbetreuer noch der erwähnte ÖTTV-Funktionär oder der betreffende Verein gehören dem Wiener Tischtennis-Verband an.

·         Der WTTV ist der Ansicht, dass Sportverbände bei konkreten Verdachtsmomenten eine eigenständige und umfassende Aufklärung des Sachverhalts anstreben sollten – gegebenenfalls unter Einbeziehung externer Expert:innen – und erforderlichenfalls umgehend bis zur Aufklärung vorübergehende Maßnahmen zum Schutz potenziell Betroffener zu setzen haben. Dabei sollten sowohl formelle als auch informelle Möglichkeiten genutzt werden, um auch Mitgliedsverbände und Vereine zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen zu bewegen. Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft kann dabei ein wichtiger Schritt sein, stellt aus Sicht des WTTV jedoch nicht die einzige und auch nicht zwangsläufig ausreichende Handlungsmöglichkeit dar. Der WTTV-Vorstand begrüßt daher die am 10.3.2026 getroffene Entscheidung des betroffenen Vereins das Vertragsverhältnis mit dem Trainer vorläufig ruhend zu stellen.

·         Der WTTV-Vorstand ist der Auffassung, dass Sportverbände bereits dann aktiv werden müssen, wenn konkrete Hinweise auf Gewaltformen oder Grenzüberschreitungen vorliegen – auch wenn diese noch keinen strafrechtlichen Tatbestand erfüllen. 

Der Wiener Tischtennis-Verband bekennt sich ausdrücklich zu einem sicheren und respektvollen Umfeld im Sport, insbesondere im Kinder- und Nachwuchsbereich. Prävention, Transparenz und konsequentes Handeln bei Verdachtsfällen sind dafür zentrale Voraussetzungen.

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