Wiener Tischtennisverband

WrM 0672 111117Am 11. & 12. November konnten die etwas älteren Semester in der Postsporthalle Wien ihre Erfahrung und ihr Können unter Beweis stellen.

Heuer war das Teilnehmerfeld leider überschaubar - lediglich 39 Teilnehmer aus 16 Vereinen nahmen am Wettkampf in den Altersklassen Ü40 Einzel Damen & Herren, Ü40 Herren Doppel, Ü40 Mixed Doppel, Ü50 Herren Einzel, Ü60 Einzel Damen & Herren, Ü60 Herren Doppel, Ü60 Mixed Doppel sowie Ü70 Herren Einzel teil.

Aufgrund der Nennungszahl wurden alle Bewerbe, mit Ausnahme des Ü40 und Ü60 Herreneinzels, in Gruppenform ausgetragen. Das bedeutete nicht nur mehr Spiele für alle Teilnehmer, sondern versprach auch interessante Endkonstellationen um die Stockerlplätze.

Eine Überraschung und ein Seriensieger

Ein unerwartetes Endresultat gab es im Herren Einzel Ü40. Im Finale standen zwei Ungesetzte - und das völlig verdient. Martin Mika von der Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf und Michael Aysner vom Lehrersportverein hießen die überraschenden Finalisten.

Beide mussten sich erst über Vorrundengruppen für das K.O. Raster qualifizieren. Martin Mika und Michael Aysner wurden beide Gruppenerster und mussten in der ersten K.O. Runde gegen die gesetzten Spieler Harald Kinzel von der Union Döbling beziehungsweise Hassan Ghanem von Ping Pong Penzing antreten. In knappen Spielen konnten sich beiden unerwartet durchsetzen und bis in das Halbfinale aufsteigen.

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Dort traf Michael Aysner auf die Nummer 1 der Setzliste, Gerald Gschanes von der Union Döbling. In einem äußerst knappen Spiel über die volle Distanz konnte sich der Außenseiter Michael Aysner letztendlich mit 15:13 im fünften Satz durchsetzen.

Bei Martin Mika ging es ähnlich knapp zu. In einem Fünfsatzkrimi, in dem er bereits 2:1 hinten lag, konnte er sich nochmal zurückkämpfen und den auf Nummer 2 gesetzt Ilja Davidov vom TTC Olympic mit 3:2 bezwingen.

Das Endspiel der beiden Überraschungsfinalisten verlief dann einseitiger als gedacht. Michael Aysner konnte in drei klaren Sätzen den Titel im Ü40 Einzel für sich verbuchen.

Ein alter Bekannter spielte bei den Ü50 Herren groß auf. Musste sich Norbert Sticha vom TTC SPAR letztes Jahr noch mit Platz 2 begnügen, schaffte er dieses Jahr den Sprung nach ganz oben am Treppchen. Der Verlauf war jedoch äußert knapp - gleich drei Spieler hatten am Ende ein Verhältnis von 4:1. Für die Plätze 1-3 mussten also die Sätze der internen Spiele ausgezählt werden. Nach dem Auszählen hatte Norbert Sticha hauchdünn das bessere Verhältnis vor Jaroslav Gaborcik vom TTC Olympic und Christian Schöffmann, ebenfalls vom TTC SPAR.

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Wesentlich souveräner zeigte sich der Ü50 Sieger dann bei seiner Titelverteidigung im Bewerb Ü60 Herren Einzel. Als Gruppenerster und später auch im K.O. Raster gab er sich keine Blöße. Ohne Niederlage konnte er sich auch 2017 zum Wiener Meister in der Altersklasse Ü60 küren. Im Finale gewann er mit 3:1 gegen Wolfgang Süsser vom TTK Eden.

Im Herren Einzel Ü70 standen ebenfalls zwei alte Bekannte ganz oben. Reinhold Luckeneder von der Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf ergatterte sich ohne Niederlage den ersten Platz und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr. Hinter ihm standen gleich drei Spieler mit 3:2 - auch hier wurden die Sätze gezählt. Robert Panner von der Spielgemeinschaft Sportklub-Flötzersteig hatte das beste Verhältnis und belegte wie schon bereits letztes Jahr Rang 2. Zuschlagen konnte auch ein Neuling - mit Rang 3 landete Joze Sencar von Persil bei seinen ersten Wiener Meisterschaften gleich am Podest. Adrian Manu von der Spielgemeinschaft Sportklub-Flötzersteig landete am undankbaren 4. Platz.

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Titelverteidigung im hochdekorierten Teilnehmerfeld

Das Teilnehmerfeld der Damen war auch heuer wieder hochkarätig - hatten doch die Teilnehmerinnen nicht weniger als zwölf goldene, eine silberne und drei bronzene Medaillen bei den diesjährigen Österreichischen Meisterschaften der Senioren zu Buche.

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Im Dameneinzel Ü40 führte kein Weg an Brigitte Gropper von der Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf vorbei. Überlegen sicherte sie sich den Titel. Vizemeisterin wurde Sonita Habesohn vor ihrer Klubkollegin Ulrika Sundin Speer vom TTK Eden. Letztendlich war das direkte Duelle ausschlaggebend. Beide hatten ein 2:2 Verhältnis - doch Sonita Habesohn gewann das direkte Duell und lag damit in der Endplatzierung vorne.

Eine Titelverteidigung gelang Waltraud Weiss von Kaisermühlen. Wie auch schon die letzten drei Jahre zuvor konnte sie sich erneut den Titel Wiener Meisterin im Dameneinzel Ü60 holen. Auf Platz 2 landete Renate Burg vom TTK Eden. Den 3. Platz belegte Helga Gschanes vom Lehrersportverein.

Klare Sieger im Doppel

Relativ ungefährdet konnten sich die Sieger in den jeweiligen Doppelkategorien durchsetzen.

Bei den Herren im Ü40 Doppel konnten sich Gerald Gschanes und Harald Kinzel von der Union Döbling ohne Niederlage durchsetzen. Hinter ihnen mussten sich Erwin Stürmer und Marcin Gibala vom TTC Wohnpark Alt-Erlaa auf Platz 2 einreihen. Die Überraschungsfinalisten aus dem Einzel, Martin Mika und Michael Aysner gingen auch im Doppel nicht leer aus und belegten zusammen Platz 3.

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Auch im Ü40 Mixed zeigte Harald Kinzel seine Stärken im Doppel. In der vereinsübergreifenden Paarung zusammen mit Brigitte Gropper zeigten beide keine Schwächen und erwiesen sich für die Konkurrenz unschlagbar. Ohne Satzverluste belegten sie Platz 1 vor der Paarung Andrea Lazar vom SC Hakoa mit Michael Aysner und Sonita Habesohn mit Martin Jankowitsch vom TTK Eden.

Im Herrendoppel Ü60 stand erneut Norbert Sticha ganz oben. Mit seinem Klubkollegen Erich Krumpöck gewann er auch diesen Bewerb. Im direkten Duell um den zweiten Platz wurde es hingegen spannend. Reinhold Luckeneder mit seinem Doppelpartner Hubert Stadler von Persil lieferten sich ein Spiel auf Augenhöhe über die volle Distanz von fünf Sätzen mit der Paarung Werner Gschanes vom Lehrersportverein und Adrian Manu. Die besseren Nerven bewiesen dabei Reinhold Luckenender und Hubert Stadler die sich mit dem Sieg Rang 2 erspielen konnten.

Im Mixed Doppel Ü60 ließen die Sieger der Ü60 Einzelbewerbe nichts anbrennen und gingen gemeinsam an den Start. Souverän konnten Waltraud Weiss und Norbert Sticha damit auch den Mixed Titel in ihre Medaillensammlung aufnehmen. Der zweite Platz am Treppchen ging an Renate Burg zusammen mit Erich Krumpöck. Helga und Werner Gschanes wurden Dritte.

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Fotos: Fritz Dauchner