Wiener Tischtennisverband

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Am Mittwoch dem 1. November nutzten die Wiener Tischtennisspieler den Feiertag zu Allerheiligen und fanden sich bei frischen, herbstlichen Temperaturen in der Postsporthalle Wien ein um den Wiener Meister der allgemeinen Klasse zu ermitteln.

Fast 90 Teilnehmer wetteiferten ab 9 Uhr vormittags auf 16 Tischen um die begehrten Titel. Bei den Damen und Herren wurden die Wiener Meister jeweils in den Bewerben Einzel und Doppel sowie im Bewerb Mixed Doppel ausgespielt. Neben den fünf Hauptbewerben wurden noch die Nebenbewerbe Herren Einzel bis Wiener Liga, Einzel bis 1500 RC und Einzel bis 1100 RC ausgetragen.

Herren hart umkämpft

Bei den Herren konnte sich Martin Schuster von der Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf durchsetzen und den Titel Wiener Meister 2017 erringen. Der junge Bundesligaspieler aus Wien ging als einer der Favoriten an den Start, kam aber zunächst nur langsam in Schwung. Unerwartet knapp verliefen seine ersten Spiele in der K.O. Runde. Zweimal musste er in den fünften Satz. Zweimal profitierte er von seiner Erfahrung aus zwei Jahren Bundesliga und konnte im entscheidenden Moment nochmal einen Gang höher schalten und sich gegen seine niedriger eingestuften Konkurrenten durchsetzen.

Nach den ersten zwei Spielen fand Martin Schuster immer besser ins Spiel. Mit ruhigem und kontrolliertem Spiel gewann er das Viertel- und Halbfinale deutlich und zog in das Finale ein. Dort wartete Thomas Auer vom SV Polizei auf ihn.

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In einem spannenden Finale mit langen, beherzten Ballwechseln suchten die zwei Spieler immer wieder die Offensive. Mit Angriffsbällen aus der Rückhand- und Vorhandseite in der Halbdistanz versuchten beide ihrem Kontrahenten zuzusetzen. Martin Schuster bewies dabei seine Klasse und konnte sich mit wuchtigen Schlägen und guter Platzierung, trotz starker Gegenwehr von Thomas Auer, letztendlich mit 3:1 durchsetzen.

Auch im Doppel konnte sich Schuster eine Medaille sichern. Zusammen mit Matthias Kral, seinem Doppelpartner aus der Bundesliga, konnte er den dritten Platz erreichen.

Ein neues Gesicht bei den Damen

Bei den Damen tauchte ein neues Gesicht auf - und wie. Die Neo-Wienerin und gebürtige Kroatin Ivona Baskarad hat in ihrer Heimat den Sport erlernt und spielt erst seit dieser Saison in Österreich Tischtennis. Die junge, für die Spielgemeinschaft Sportklub Flötzersteig aufschlagende, Spielerin zeigte ein beidseitig sehr druckvolles Angriffsspiel mit dem sie den arrivierten Wienerinnen stark zusetzte. Lediglich einen Satz musste sie im Turnierverlauf abgeben.

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Im Halbfinale schlug sie die erfahrende Brigitte Gropper der Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf, mit 12 Einzeltitel Rekordhalterin bei Wiener Meisterschaften, klar mit 3:1. Auch im Finale ließ sie nichts anbrennen. Ebenso dynamisch und druckvoll wie in den Spielen zuvor gewann sie gegen die Vorjahressiegerin Claudia Steinbacher von Union Döbling glatt mit 3:0.

Neben dem Treppchenplatz ganz oben beim Einzelbewerb der Damen, konnte sich Ivona Baskarad noch zwei dritte Plätze im Doppel sichern. Im Damendoppel mit Rita Piros sowie im Mixed zusammen mit Fabian Garmroudi, beide ebenfalls von der Spielgemeinschaft Sportklub Flötzersteig, erreichte sie jeweils das Halbfinale.

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Klare Sachen im Herrendoppel

Im Doppelbewerb der Herren schlug die Stunde der beiden Spieler von SV Polizei. Thomas Auer und Bernhard Doppelbauer mussten sich im Einzel noch mit Platz zwei und drei begnügen - zusammen im Doppel erwiesen sie sich aber an diesem Tag als unschlagbar. Das eingespielte Doppel, dass auch in der Wiener Liga zusammen für den SV Polizei an den Start geht, zeigte eine souveräne Leistung und kam mit deutlichen Siegen bis in das Finale. Auch im Finale zeigten sie ihr ganzes Können und gewannen klar mit 3:0 gegen ihre Finalgegner aus Döbling, Roman Holecek und Gerald Gschanes.

Herzschlagfinale

Wesentlich spannender ging es im Mixed zu. Im Endspiel kam es zu einem wahren Herzschlagfinale. Nach einer 2:0 Führung von Thomas Auer und Daniela Magerle, beide vom SV Polizei, gegen Roman Holecek und Claudia Steinbacher, beide von der Union Döbling, sah zunächst alles nach einem schnellen Erfolg für die Spieler von Polizei aus. Doch das Doppel aus Döbling kämpfte sich zurück - gewann Punkt um Punkt, Satz um Satz und konnte auf 2:2 ausgleichen. Im Entscheidungssatz zogen sie sogar mit 9:5 davon - die Partie schien nun komplett gekippt. Doch dann fanden Auer und Magerle wieder ihren Rhythmus, bewiesen starke Nerven und erzielten sechs Punkte in Folge zum 11:9 Sieg.

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Auch das Damendoppel stand auf Messers Schneide. Mit abwechslungsreichen Ballwechseln war es bis zum 9:9 im fünften Satz eine offene Partie. Doch ein kurzer Moment der Unachtsamkeit der beiden jungen Spielerinnen Daniela Magerle und Sophie Schuster (Lehrersportverein) und das erfahrene Doppel aus Anna Pfeffer (Lehrersportverein) und Brigitte Gropper konnte mit zwei schnellen und gut platzierten Bällen den Sack zumachen. Mit einem 11:9 im Entscheidungssatz sichern sich Pfeffer und Gropper damit den Titel im Damendoppel.

Nebenbewerbe

Das Finale im Nebenbewerb Herreneinzel bis Wiener Liga war ein internes Duell zweier Spieler von der Union Döbling. Roman Holecek und Ugljesa Lukic zogen beide souverän in das Finale ein. Dort konnte sich der erfahrene Roman Holecek gegen seinen jungen Mannschaftskollegen mit 3:1 durchsetzen.

Den Titel im Bewerb bis 1100 RC holte sich der U21 Spieler Arthur Vernydub aus der Spielgemeinschaft Sportklub Fötzersteig. Das Finale entschied er mit einem glatten 3:0 gegen seinen Alterskollegen Christian Ritter von den Naturfreunden Stadlau für sich.

Auch im Bewerb bis 1500 RC konnte sich ein Nachwuchsspieler der Spielgemeinschaft Sportklub Fötzersteig den Titel holen. Stefan Lucanin gewann in einem spannenden Finale mit 3:2 gegen Marcin Gibala vom TTC-Wohnpark Alterlaa.


Fotos: Fritz Dauchner