Ernüchterung bei der ÖM U15

Mitte Mai, vom 10.-12. gingen in Freistadt die U15 Österreichischen Meisterschaften über die Bühne. In der Stadt nahe der tschechischen Grenze nutzten die besten 13- und 14-Jährigen aus ganz Österreich die Chance ihr Können unter Beweis zu stellen. Mit dabei waren auch 16 Spieler und Spielerinnen aus Wien. Schon vor Beginn war klar, dass die Nachwuchshoffnungen aus Wien im Wettkampf um die Medaillen eine Außenseiterrolle einnehmen würden.

Bundesländerbewerb U15 männlich

Für die Wiener Auswahl im Bundesländerbewerb U15 männlich gingen mit Erik Seper, Rafael Ganneshofer und Paul Dobretsberger gleich drei Spieler der Spielgemeinschaft Sportklub/Flötzersteig an den Start, komplettiert wurde das Quartett von Eric Tang von Naturfreunde Stadlau.

Im Viertelfinale gegen das Team aus Tirol begann man im Doppel und den ersten Einzeln nervös, schnell lief man einem 0:3-Rückstand nach. Es gelang nur Ganneshofer ein Match zu gewinnen. Sein zweiter Sieg zählte danach nicht mehr, da Seper auch im zweiten Match 0:3 unterlag. Für das zweite Spiel am Freitag wollte man dem jungen U13 Spieler Paul Dobretsberger die Chance geben, sich gegen Salzburg 2 zu präsentieren. Mehr als ein Satzgewinn war allerdings gegen seinen um zwei Jahre älteren Kontrahenten nicht drin. Die Umstellung, Ganneshofer auf Position eins zu stellen, brachte nicht die gewünschte Wirkung. Diesmal konnte einzig Seper ein Einzel gewinnen. Somit spielte man am Samstag nur mehr um den siebenten Platz.

Der letzte Gegner hieß Niederösterreich 2. Auf Eric Tang konnte man nicht mehr zurückgreifen, er war krankheitsbedingt außer Gefecht. Im Gegensatz zu den vorigen Matches startete die Mannschaft aber diesmal gut in die Begegnung, konnte das Eröffnungsdoppel gewinnen und somit die Gegner gleich unter Zugzwang setzen. Seper verlor sein erstes Spiel 2:3, konnte sein zweites Spiel allerdings nach 0:2-Rückstand und hartem Kampf noch umdrehen. Auch Ganneshofer konnte einen Sieg in beisteuern, nachdem er gleich sein erstes Einzel gewann. In seinem zweiten Spiel, ein Krimi über die volle Distanz mit vielen engen Sätzen, musste er sich letztendlich geschlagen geben. Den Sieg im entscheidenden Spiel bei 3:3 Gesamtstand sicherte Dobretsberger mit einer couragierten Vorstellung und einem denkbar knappen 3:2-Sieg.

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Bundesländerbewerb U15 weiblich

Bei den Mädchen ging für Wien eine sehr junge Mannschaft an den Start. Patricia Pfeifer als einzige "echte" U15 Spielerin, startete an der Seite von Katharina Gstaltner und Pia Geineder, alle drei von der Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf und der TTC Omypic Spielerin Claire Mousset in die Bundesländerbewerbe.

Gleich im ersten Spiel gegen die starke Mannschaft aus Niederösterreich gab es einen leichten Dämpfer. Gegen die Favoriten aus Niederösterreich musste man sich letztendlich klar mit 0:4 geschlagen geben. Lediglich Patricia Pfeifer konnte ihr Spiel knapp gestalten und verlor im fünften Satz in der Verlängerung. Im zweiten Spiel gegen die Steiermark lief es leider ebenfalls nicht nach Wunsch. Lediglich Patricia Pfeifer konnte aufzeigen. Mit einem Sieg in ihrem ersten Einzel und einer erneuten Fünfsatzniederlage im zweiten Einzel holte sie den einzigen Punkt für Wien in dieser Begegnung. Auch im dritten Spiel gegen Kärnten zog man am Ende den Kürzeren. Zwar konnten die Spielerinnen in jeder Begegnung mithalten, mussten sich aber letztendlich klar mit 0:4 geschlagen geben.

Die Mannschaftsbetreuerin Brigitte Gropper dazu: "Unsere junge Mannschaft, Pfeifer ist U15 und die anderen Mädchen U13 und Pia sogar U11, konnten Achtungserfolge erzielen. Patricia verlor zweimal im 5. Satz. Katharina und Pia konnten Sätze gewinnen. Claire hatte die schwierigste Aufgabe, denn sie musste gegen die spätere Siegerin im Einzel, Fang Molei, spielen. Die Zukunft wird zeigen, wie sich unsere Mädchen weiterentwickeln. Unter dem Motto „ohne Fleiß kein Preis“  würde ich mir wünschen, dass sie mit viel Durchhaltevermögen und Spaß beim Training eine Leistungssteigerung schaffen und in ihrer Altersklasse um die Podestplätze mitspielen können."

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Ernüchterung auch im Einzel und Doppel

Auch die Einzel- und Doppelbewerbe brachten leider keine positiven Überraschungen. Die Aussichten waren hier genauso gering wie in den Mannschaftsbewerben. Von 16 Wiener StarterInnen - Eric Tang musste krankheitsbedingt passen - schafften es fünf Burschen und ein Mädchen die Gruppenphase zu überstehen und sich für den Hauptraster zu qualifizieren. Nur Erik Seper konnte die 1. Runde gewinnen und auch im nächsten Spiel bis 2:1 in Sätzen das Spiel offen halten. Danach war leider nicht mehr viel zu holen und das Spiel ging 2:4 verloren.

In den Doppel- und Mixdoppel-Bewerben gab es ein sehr ähnliches Bild. Von fünf Burschen Doppel schafften es drei Paarungen in die nächste Runde, in der alle Doppel mit Wiener Spielern letztendlich ausschieden. Wobei das junge Doppel Kahofer/Stift mit 2:3 das beste Ergebnis erzielte. Bei den Mädchen konnten sich Gstaltner/Pfeifer sehr gut präsentieren - gegen die späteren Siegerinnen gelang ihnen ein achtbares Resultat mit 2:3 (8,-9,-2,10,-8). Die Paarung Baumgartner/Geineder verlor ihr Erstrundenspiel. Beim Mixdoppel erreichten nur Geineder/Schrödl L. die 2. Runde, in der sie gegen die späteren österreichischen Meister 0:3 verloren.

Nachwuchsreferent Fritz Dauchner zu den U15 ÖM : "Für diejenigen, die im nächsten Jahr bereits der Altersklasse U18 angehören ist ein größerer Aufholbedarf notwendig, um in der österreichischen Spitze mitspielen zu können. Positiv ist, dass in den jungen SpielerInnen bei vermehrtem Training noch viel Reserve steckt."


Text: Brigitte Gropper, Martin Schuster, Fritz Dauchner (überarbeitet von Lukas Komary)
Fotos: Fritz Dauchner

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