Bronze als neue Modefarbe - ÖM U18

OEMU18 5Im Norden von Wien fanden heuer die Österreichischen Meisterschaften der U18 Altersklasse statt. In der großen Veranstaltungshalle, gleich neben dem Tischtennis Leistungszentrum Stockerau mit der Fraczyk Arena, wurde neben den Bundesländerbewerben auch in den Bewerben Einzel, Mixed und Doppel fleißig um Medaillen gekämpft. Bei der Veranstaltung, die bereits am Freitag dem 01.06 startete und bis zum Sonntag dem 03.06 andauerte, waren 18 Burschen und drei Mädchen aus Wien dabei und direkt in die Titelkämpfe involviert.

Mädchenmannschaft mit starker Leistung

Mit einer tollen Leistung startete die Wiener Mädchenmannschaft in das Turnier. Zwar wackelte die Mannschaft mit Milena Erak, Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf, Daniela Magerle, SV Polizei und Nadine Kettler, TTK Naturfreunde Stadlau, im ersten Spiel am Freitag gegen die stark aufspielenden Salzburgerinnen etwas, aber in den entscheidenden Momenten behielten sie einen kühlen Kopf und gewannen mit 4:2. Wesentlich klarer im Endergebnis aber ebenso knapp in den einzelnen Spielen gewannen die Wienerinnen mit 4:0 gegen die Mannschaft aus der Steiermark. Im letzten Gruppenspiel und direkten Duell um Platz 1 in der Gruppe gegen die Niederösterreichinnen riss dann die Serie. Nach einer 1:4 Niederlage zog man mit Platz zwei in der Gruppe in die K.O. Spiele am Samstag ein.

Dort wartete auch gleich ein echter Kracher - die auf Eins gesetzte Mannschaft aus Oberösterreich. Wie entfesselt spielten die jungen Spielerinnen aus Wien auf. Gingen gegen die Favoriten aus Oberösterreich sogar mit 2:1 und später 3:2 in Führung. Vor den letzten beiden Spielen fehlte den Wienerinnen nur ein Sieg für den Einzug in das Finale. Doch die Oberösterreicherinnen wollten sich nicht geschlagen geben. Im letzten Spiel zwischen Nadine Kettler und Christine Oberfichtner behielt die Oberösterreicherin in einem spannenden Fünfsatzkrimi die Oberhand und konnte damit die Begegnung noch mit 4:3 drehen. Denkbar knapp schrammten die Wienerinnen damit am Einzug in das Finale vorbei.

Im Duell um den dritten Platz gegen Tirol spielten sich die jungen Spielerinnen aus Wien dann den Frust von der Seele. Klar mit viermal 3:0 und gesamt mit 4:1 holten sie die erste Medaille für Wien bei diesen Österreichischen Meisterschaften.

Bei den Burschen verlief es hingegen weniger erfreulich. Schon in der Vorrunde musste sich die Mannschaft mit Lukas Gruber, Andy Garcia und Otto Graf, alle Spielgemeinschaft Sportklub Flötzersteig, mit dem letzten Platz begnügen. Damit blieben nur mehr die Spiele um die Plätze sieben bis neun. Dort erwiesen sich die Burgenländer zwar als zu stark, aber gegen die zu zweit antretenden Vorarlberger reichte es zu einem knappen 4:3 Sieg. Damit belegten die Burschen aus Wien am Ende Rang acht.

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Eine Überraschung ohne Medaille

Auch im Einzel legten die Mädchen aus Wien zunächst gut los. Neben der gesetzten Daniela Magerle schafften auch ihre beiden Teamkolleginnen Nadine Kettler mit dem zweiten Rang und Milena Erak mit dem ersten Rang in ihrer Gruppe den Sprung in das K.O. Raster.

Während Daniela Magerle ihrer Setzung gerecht wurde und das erste K.O. Spiel klar für sich entscheiden konnte, war für die anderen zwei nach der ersten Runde das Turnier vorbei. Für Milena Erak erwies sich die Tirolerin Teresa Oppelz, die später im Finale stand, als zu stark. Auf Nadine Kettler wartete die auf Nummer eins gesetzte Oberösterreicherin Christine Oberfichtner. Wie schon im Teambewerb musste sich Nadine letztendlich geschlagen geben.

Christine Oberfichtner sollte dann auch die Medaillenhoffnungen von Daniela Magerle zunichtemachen. Die Wienerin fand kein Rezept und musste sich mit 0:4 im Viertelfinale geschlagen geben.

Bei den Burschen stand ein harter Turniermodus am Programm. Aufgrund der vielen Teilnehmer war nur der Gruppenerste zum Aufstieg in das K.O. Raster berechtigt. Nach der schwierigen Gruppenphase standen Tobias Koszik, Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf, sowie Andy Garcia und Otto Graf unter den besten 32. Während Tobias Koszik und Otto Graf ihre ersten Spiele gewinnen konnten und in die Runde der letzten 16 einzogen, war für Andy Garcia gegen den Bundesligaspieler Martin Bäuerle aus Niederösterreich nichts zu holen.

Während Otto Graf dann in der Runde darauf gegen Thomas Ziller ausschied, schaffte Tobias Koszik die kleine Sensation und zog unter die letzten Acht ein. In einem spannenden Spiel über die volle Distanz von sieben Sätzen, in dem der junge Wiener bereits mit 3:2 zurücklag, konnte Tobias sein Spiel nochmal steigern und mit 4:3 gewinnen. Im Viertelfinalspiel gegen die Nachwuchshoffnung Jonas Promberger aus Oberösterreich gelang es Tobias Koszik zwar zu Beginn das Spiel ausgeglichen zu gestalten, doch der bereits in der Bundesliga etablierte Oberösterreicher konnte immer noch eines draufsetzen und das Spiel mit 4:2 gewinnen.

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Medaillen im Doppel

Im Doppelbewerb der Mädchen schaffte es Milena Erak an der Seite von der Niederösterreicherin Sofia Chen Bronze zu holen. Bis zum Halbfinale spazierten die Zwei mit 3:0 Erfolgen förmlich durch das Turnier. Doch wieder sollte es die Oberösterreicherin Christine Oberfichtner sein, die einen Wiener Erfolg verhindert. Trotz 2:0 Führung reichte es für Milena und Sofia gegen die späteren Turniersieger nicht. Christine Oberfichtner und Lena Promberger lieferten der Paarung aus Wien und Niederösterreich einen harten Kampf und drehten das Spiel letztendlich mit 3:2.

Auch im Mixed konnte eine der Wienerinnen Bronze holen. Daniela Magerle zog an der Seite von Martin Bäuerle bis in das Halbfinale ein. Dort jedoch warteten die späteren Turniersieger Selina Leitner aus Salzburg und Maciej Kolodziejczyk aus Niederösterreich. Klar mit 0:3 musste sich die Paarung mit Wiener Beteiligung geschlagen geben.

Wie schon bei den U21 Österreichischen Meisterschaften (wir berichteten) konnten Lukas Gruber und Andy Garcia im Doppel ihr Können unter Beweis stellen. Diesmal reichte die starke Leistung sogar bis zum Halbfinale. Doch wieder einmal sollte auf eine Paarung aus Wien der spätere Turniersieger warten. Gegen Martin Gutschi aus Kärnten und Thomas Ziller aus Salzburg hatten die Zwei nichts entgegenzusetzen und verloren klar mit 0:3.


Fotos: Fritz Dauchner & Ivana Masarikova

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