Wiener Tischtennisverband

WienerHerrenligaHerbstmeisterDas Spiel um den Herbstmeister. Links: KSV Wiener Linien, Rechts: TTK EdenSchon früh in der Saison konnten sich der KSV Wiener Linien und der TTK Eden von der übrigen Konkurrenz absetzen. Während der TTK Eden als Meister des Vorjahres etwas geschwächt ohne Anton Hamran und dem Joker Rene Langer die Herbstrunden bestritt, konnte sich der KSV Wiener Linien in der Sommerpause mit Qi Ying Le deutlich verstärken.  

Nicht nur die starke Leistung der beiden Mannschaften, auch die Auslosung sorgte für Spannung: Beide Mannschaften sollten erst in der letzten Runde aufeinandertreffen. Im direkten Duell ging es dann auch tatsächlich um alles. Beide Mannschaften hatten bis zuletzt keinen Punkt liegen gelassen und gingen mit 20 Punkten aus 10 Spielen in die letzte Runde der Saison.

Das Team von Wiener Linien hatte Heimrecht. Vor den Augen von fast 60 Zuschauern konnten die Währinger Michael Mischu, Zbigniew  Fraczyk und Qi Ying Le die Mannschaft aus Floridsdorf mit Martin Hovorka, Thomas Gottwald und Johannes Bertagnoli überraschend deutlich mit 6:1 schlagen.

Wichtig für den Herbstmeistertitel der KSV Wiener Linien waren vor allem der Neuzugang Qi Ying Le, der vergangene Saison noch in Niederösterreich spielte, sowie der Routinier Zbigniew Fraczyk. Erwies sich Qi Ying Le mit Rang 6 in der Einzelrangliste und einer Bilanz von 19:4 als gute Verstärkung, zeigte Zbigniew Fraczyk, dass er immer noch eine konstant starke Leistung abrufen kann. Mit einer beeindruckenden Bilanz von 15:0 belegt er ohne Niederlage Platz 1 in der Einzelrangliste der Wiener Liga.

Mit 22 Punkten sind für den KSV Wiener Linien die Weichen auf Meistertitel klar gestellt. Ohne Patzer ist ihnen die Meisterschaft auch nicht mehr zu nehmen. Nur TTK Eden, mit 20 Zählern, hat noch Chancen, sollten sie ihrerseits das Heimrecht in der letzten Runde zur Revanche nutzen. Die restlichen Mannschaften sind bereits mit deutlichem Rückstand abgeschlagen. Rang 3 mit 13 Punkten belegt derzeit Union Döbling.

Abstiegskampf

Komplett offen ist hingegen der Abstiegskampf. Während Polizei SV Wien und  die Mannschaft Spielgemeinschaft Sportklub / Flötzersteig 3 mit jeweils 6 Zählern die Fixabstiegsplätze belegen, sind auch die Mannschaften des SV Spitalbedienstete, Lehrersportverein und Spielgemeinschaft Sportklub / Flötzersteig 2 mit jeweils 7 Zählern noch gefährdet im Frühjahr abzurutschen.

Selbst die Spielgemeinschaft Mariahilf / Langenzersdorf 2 auf Platz 7 und der TTK Naturfreunde Stadlau auf Platz 6 mit jeweils 10 Punkten dürfen sich noch nicht zu sicher sein. Schließlich ist selbst Platz 10 noch ein Wackelplatz der am Ende der Saison in die Qualifikationsspiele mit den beiden Zweitplatzierten der 1. Klasse muss.

Viele spannende Spiele in den Kellerduellen sind also vorprogrammiert.