Wiener Tischtennisverband

BLAntonKutisRoutinier Anton Kutis von SKFLMit dem Bundesliga Eröffnungsturnier am 2. und 3. September in Baden startet die Bundesliga in die Saison 2017/18. Auch Wiener Vereine sind heuer wieder mit Mannschaften vertreten.
Ein kurzer Rückblick auf die vergangene Spielzeit, die Aufstellungen und die Ziele für die neue Saison und warum eine Präsidiumssitzung des ÖTTV fünf Tage vor dem ersten Spiel über eine zulässige Aufstellung entscheiden musste.

Ein Rückblick

In der vergangenen Spielzeit stellten die beiden Wiener Spielgemeinschaften Sportklub-Flötzersteig und Mariahilf-Langenzersdorf jeweils eine Herren- und eine Damenmannschaft in der 2. Bundesliga.

Die Wiener Vertreter bei den Herren verfolgten unterschiedliche Konzepte kamen aber zum fast selben Ergebnis. Während die Herrenmannschaft von SGML Platz 14. belegte, landete die Mannschaft von SKFL einen Rang dahinter auf Platz 15.

Setzte man bei Mariahilf-Langenzersdorf auf eine junge Riege von Eigenbauspielern die mit geschlossener Mannschaftsleistung den Klassenerhalt aus eigener Kraft schafften, so war bei der Mannschaft von Sportklub-Flötzersteig vor allem der Routinier Anton Kutis für die wichtigen Punkte in der Bundesliga verantwortlich.

Des einen Leid, des anderen Freud

Erreichte die Mannschaft von SKFL letztes Jahr bei den Damen noch den hervorragenden 4. Platz, beendete man heuer vorerst das Projekt Damenbundesliga und zog die Mannschaft aus dem Bewerb zurück. Nicht unglücklich darüber dürfte der andere Wiener Vertreter sein. SGML belegte nach einer durchwachsenen Saison lediglich Rang 11, ein Abstiegsplatz. Doch der Verzicht der Mannschaft der Spielgemeinschaft Sportklub-Flötzersteig ermöglichte den Klassenerhalt.

BLGropper4NWSLMilena

Barbara Schneeweis von WAT Mariahilf: Die letzte Saison war leider von etlichen, teils schweren Verletzungen und krankheitsbedingten Ausfällen geprägt. So mussten unsere Damen die ganze Saison auf Pfeffer Anna verzichten (Knie OP). Die junge Milena Erak erhielt dadurch die Chance in der Bundesliga zu starten und brachte wirklich eine sehr brave Leistung (18:35 Spielverhältnis) in ihrer ersten Bundesliga-Saison.

Auch die Herren mussten wegen Verletzungen und Grippewelle einige Spiele unkomplett antreten. Da aber schon zu Beginn feststand, dass niemand absteigen muss, war der Stress nicht zu groß.

Peter Raidl von Tischtennis Sportklub Wien: Unser Abschneiden in der abgelaufenen Saison entsprach den Erwartungen. Mit unserem Heimkehrer Chen Rui sollten wir in der neuen Saison doch um einiges stärker sein.

BLKral Schuster StengelKral, Schuster & Stengel

Eigenbau als Prämisse

Bei den Herren setzt SGML auch heuer wieder auf die eigene Arbeit der letzten Jahre. Mit Martin Schuster, Bernhard Stengel und Matthias Kral sind alle drei Stammspieler aus den Nachwuchskadern des eigenen Vereins hervorgegangen. Zusätzlich sollen vielversprechende Nachwuchsspieler, allen voran Matthias Riedler und Tobias Koszik, die Chance bekommen ein wenig Bundesliga Luft zu schnuppern.

Auch bei den Damen ist mit Milena Erak ein Eigengewächs in der Mannschaft vertreten. An der Seite von Routinier und Wiener Rekordmeisterin Brigitte Gropper sowie der wieder genesenen Anna Pfeffer soll sie weiterhin die Möglichkeit erhalten in der Bundesliga zu spielen und ihr Niveau stetig zu verbessern.

Barbara: Das Ziel beider Mannschaften ist der Klassenerhalt. Bei den Damen starten wir mit Seniorenmeisterin Brigitte Gropper, Anna Pfeffer (Knieverletzung gut verheilt) und wieder Milena Erak! Unsere 4. Spielerin Tina Gerhardt wird erst im Frühjahr wieder in der Mannschaft starten, da sie im Wintersemester für ihr Studium ein Auslandssemester absolviert.

Bei den Herren bleibt die Mannschaft unverändert – Martin Schuster, Bernhard Stengel, Matthias Kral – und geplant ist, dass der eine oder andere Nachwuchsspieler (Riedler Matthias, Koszik Tobias) beginnt Bundesliga-Erfahrung zu sammeln.

BLChenRuiChen Rui ab heuer wieder im Trikot von Sportklub-Flötzersteig unterwegs

Ein Heimkehrer

Nach einem Jahr Leihe an den Niederösterreichischen Verein Wiener Neustadt Allround kehrt der Nachwuchsspieler des Tischtennis Sportklub Wien in die Bundesligamannschaft des eigenen Vereins zurück. Zusammen mit Anton Kutis und Wolfang Päuerl bietet die Spielgemeinschaft aus Sportklub-Flötzersteig damit eine Mannschaft auf, die in Bestbesetzung sicherlich einige Vereine ärgern kann.

Peter: Wir werden in der Saison 2017/18 mit folgender Aufstellung in der 2. Bundesliga spielen: Chen Rui (Nachwuchsspieler; Fixstarter), dazu abwechselnd Anton Kutis, Wolfgang Päuerl und Norbert Rapolt.

Ein Kuriosum am Rande: Laut aktuellen Bestimmungen zählen Nachwuchsspieler zwar sofort für einen anderen Bundesligaverein als Nachwuchsspieler, wenn sie dorthin verliehen werden, bei der Rückkehr in den Stammverein wäre aber eigentlich eine Wartezeit von einem Jahr nötig, bis sie wieder als Nachwuchsspieler aufgestellt werden dürfen. Das wäre Sportklub-Flötzersteig mit Chen Rui fast zum Verhängnis geworden. Erst am Montag, 28.08.2017, fällte die Präsidiumssitzung des ÖTTV die Entscheidung, dass Chen Rui als Nachwuchsspieler spielberechtigt ist.

Wohin die Reise geht

Für beide Wiener Vertreter sind die Aufstiegsplätze aktuell noch außer Reichweite. Vielmehr steht der Klassenerhalt und der Aufbau der eigenen Nachwuchsspieler im Vordergrund um in den nächsten Jahren auch wieder weiter vorne mitspielen zu können.

Barbara: Unser persönliches Ziel ist, mit Eigenbauspielern eine solide Leistung zu erbringen, nach Ende der Saison soll bei allen Spielern eine sportliche Entwicklung sichtbar sein. Einen großen Schwerpunkt legen wir auch auf Teamgeist und das Mannschaftsklima; vor allem aber vergessen wir nie: es ist ein Spiel – und Spiel soll Spaß machen!
Die 2. Herren Bundesliga B hat für mich eine doch sehr hohe Spielstärke. Favoriten auf den Gruppensieg sind für mich Salzburg, Ebensee und Pottenbrunn/St. Pölten.

Peter: In der 2. Bundesliga-B erwarten wir an der Spitze einen Dreikampf Salzburg/Guntramsdorf/Ebensee, in dem Salzburg zu favorisieren ist. Für uns erhoffen wir einen guten Mittelfeldplatz. Vielleicht gelingt es uns ja, im Titelkampf das Zünglein an der Waage zu sein. Gumpoldskirchen, Pottenbrunn, Gratwein - durchwegs starke Gegner, überhaupt scheint mir die Gruppe B ein wenig stärker zu sein, zumindest ist sie sehr ausgeglichen.

Wiener Duell

Waren die beiden Herrenmannschaften aus Wien letzte Saison noch in den unterschiedlichen Gruppen der 2. Bundesliga aufgeteilt, bringt die Auslosung diese Saison in Runde 5 das spannende direkte Duell.

Barbara: Das Wiener Duell wird sehr schwer zu gewinnen sein hat SKFL doch einen fast nicht bezwingbaren Anton Kutis in seinem Kader...

Peter: Im Duell der beiden Wiener Vereine sehe ich unser Team als 60:40-Favorit, es ist aber alles möglich...

Die ersten wichtigen Punkte können schon am kommenden Wochenende vom 2.-3. September beim Eröffnungsturnier in Baden gesammelt werden.

Die beiden Wiener Vertreter freuen sich auf die Herausforderungen der neuen Saison und begrüßen herzlich jeden interessierten Zuschauer bei den Heimspielen.

Alle Spieltermine für SKFL:

Herren: http://xttv.oettv.info/ed/index.php?tid=27181&do=spiele

Alle Spieltermine für SGML:

Herren: http://xttv.oettv.info/ed/index.php?tid=26445&do=spiele
Damen: http://xttv.oettv.info/ed/index.php?tid=26446&do=spiele

Fotos: SGML & SKFL